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	<description>Blog für Medienkompetenz</description>
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		<title>Stasi 2.0 ade!</title>
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		<pubDate>Thu, 04 Mar 2010 18:46:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Z. LJepojevic</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ich sag' mal]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zur Vorratsdatenspeicherung wird umfangreich in allen Medien kommentiert und auseinander analysiert. Da fiel mir ein Plakat der Piratenpartei ein das ich irgendwann mal letztes Jahr auf dem Weg zur Arbeit fotografiert habe.
Ist jetzt Stasi 2.0 out oder kommt noch Vorratsdatenspeicherung 08.15?
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			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_210" class="wp-caption alignleft" style="width: 246px"><a href="http://hypercommerce.de/wp-content/uploads/2010/03/stasi_2_0.jpg"><img class="size-full wp-image-210" title="Stasi 2.0" src="http://hypercommerce.de/wp-content/uploads/2010/03/stasi_2_0.jpg" alt="Vorratsdatenspeicherung ade!" width="236" height="216" /></a><p class="wp-caption-text">Vorratsdatenspeicherung ade!</p></div>
<p>Die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zur Vorratsdatenspeicherung wird umfangreich in allen Medien kommentiert und auseinander analysiert. Da fiel mir ein Plakat der Piratenpartei ein das ich irgendwann mal letztes Jahr auf dem Weg zur Arbeit fotografiert habe.</p>
<p>Ist jetzt Stasi 2.0 out oder kommt noch Vorratsdatenspeicherung 08.15?</p>
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		<title>Ein Gedanke ohne Gewähr</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Feb 2010 17:06:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Z. LJepojevic</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein italienisches Gericht hat drei Manager von Google zu sechs Monaten Haft (ausgesetzt zur Bewährung) verurteilt, weil ein Video, das zeigt wie ein Mann mit Down-Syndrom von vier Schülern beleidigt wird, nicht schnell genug von Google Video gelöscht wurde. Die Richter sahen darin eine Verletzung der Privatsphäre des Opfers. Einer der drei ist David Drummond, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_198" class="wp-caption alignleft" style="width: 434px"><a href="http://hypercommerce.de/wp-content/uploads/2010/02/Fotolia_6686999_XS_tiny.jpg"><img class="size-full wp-image-198" title="Gerichtsurteil" src="http://hypercommerce.de/wp-content/uploads/2010/02/Fotolia_6686999_XS_tiny.jpg" alt="Italienisches Gericht hat drei Manager von Google zu sechs Monaten Haft verurteilt" width="424" height="283" /></a><p class="wp-caption-text">gefährliches Präzedenzfall</p></div>
<p>Ein italienisches Gericht hat drei Manager von Google zu sechs Monaten Haft (ausgesetzt zur Bewährung) verurteilt, weil ein Video, das zeigt wie ein Mann mit Down-Syndrom von vier Schülern beleidigt wird, nicht schnell genug von Google Video gelöscht wurde. Die Richter sahen darin eine Verletzung der Privatsphäre des Opfers. Einer der drei ist David Drummond, Senior Vice President, Chefjurist des (G)imperiums* und ehemaliger Aufsichtsratsvorsitzende von Google Italien. Das ist das erste Mal, daß die Betreiber einer Suchmaschine für die Inhalte  ihrer  Seiten zur Verantwortung gezogen wurden.</p>
<p>Die Empörung seitens Google ist  groß, das Urteil wird „selbstverständlich angefochten“, da es einen „gefährlichen  Präzedenzfall“ darstellt, etc. (G) sieht dabei die Meinungsfreiheit in Gefahr. Spiegel zitiert Drummond wie folgt: <em>&#8220;Ich bin außer mir. Diese Entscheidung schafft ein gefährliches Beispiel … Es gebe klare gesetzliche Bestimmungen in Italien wie auch in der EU, die eindeutig festlegten, dass Internetunternehmen die Inhalte nicht vorab kontrollieren müssten.“ </em>Stimmt, aber darum geht es nicht. Das Urteil ist auch nicht gefallen, weil Google Daten nicht gefiltert hat, sondern weil er sie nicht schnell genug gelöscht hat.</p>
<p>Seit Menschengedenken dienen die Gesetzgebung und  Rechtsprechung dem Erhalt der Funktionsfähigkeit der Gemeinschaft  und dem Schutz der Gesellschaft. Die historischen, technologischen und anderen Entwicklungen &#8211; insofern sie die Lebensbedingungen verbessern, werden gesellschaftlich akzeptiert und halten schließlich den  Einzug in die Gesetze als Bestandteil der Kultur und des zivilisatorischen Regelwerks. Noch vor einigen Jahrzehnten hat man behinderte Menschen als „vom Teufel  besessen“ gejagt und misshandelt. Heute wissen wir es besser und unsere Erfahrungen und Haltungen fließen in die Gerichtsurteile und politische Entscheidungen. Die Gesellschaft schützt ihre Errungenschaften indem man sie in den Regelwerken der gesellschaftlichen Normen festschreibt.</p>
<p>In diesem Fall könnte die Botschaft heißen: es ist nicht lustig behinderte Menschen zu quellen! Wer die Macht hat dagegen vorzugehen, ist nicht nur dazu berechtigt sondern auch verpflichtet. Das ist doch ein Gedanke, da könnte man ein wenig inne halten um darüber nachzudenken. Oder? Alles andere wäre tatsächlich Angriff auf die Meinungsfreiheit.</p>
<p><strong>*</strong> siehe <a title="Wörterbuch neue Medien - Deutsch" href="http://hypercommerce.de/woerterbuch/">Wörterbuch</a></p>
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		<title>Comedy.com about Google</title>
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		<pubDate>Sun, 21 Feb 2010 16:09:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Z. LJepojevic</dc:creator>
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		<description><![CDATA[An Google scheiden sich die Geister. Manche lieben es, manchen fürchten es. Manche sehen es mit der nötigen Portion Humor, manche sind besorgt, andere sarkastisch. Google Threatens To Kill Users, Video von Comedy.com ist ein gutes Beispiel für das letztere.[Im Feed kann dieses Video nicht angezeigt werden.Klicke zum Blogeintrag um das Video anzusehen.]
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			<content:encoded><![CDATA[<p>An Google scheiden sich die Geister. Manche lieben es, manchen fürchten es. Manche sehen es mit der nötigen Portion Humor, manche sind besorgt, andere sarkastisch. Google Threatens To Kill Users, Video von Comedy.com ist ein gutes Beispiel für das letztere.[Im Feed kann dieses Video nicht angezeigt werden.<a href="http://hypercommerce.de/comedy-com-about-google/">Klicke zum Blogeintrag um das Video anzusehen.]</a></p>
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		<title>Google ist wie ein Kind, das seinen Spielzeug kaputt macht, weil man es geärgert hat</title>
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		<pubDate>Fri, 12 Feb 2010 14:54:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Z. LJepojevic</dc:creator>
				<category><![CDATA[Googloogie]]></category>
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		<description><![CDATA[Was macht Google zur Zeit? Neue Produkte, die kein Mensch braucht und einem einzigen Zweck dienen – dort wo Google nicht Maß aller Dinge ist das Zepter in die Hand zu nehmen. Buzz, Nexus (ph)one, Breitband Netz in den USA, etc. Haben, nehmen, erobern, kaufen, übernehmen! Unsere Justizministerin hat es neulich in einem Satz gesagt: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_62" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><em><em><a href="http://hypercommerce.de/wp-content/uploads/2010/02/mr-spock2.jpg"><img class="size-full wp-image-62" title="mr-spock2" src="http://hypercommerce.de/wp-content/uploads/2010/02/mr-spock2.jpg" alt="Mr. Spock" width="300" height="310" /></a></em></em><p class="wp-caption-text">Leben Sie lange und in Frieden!</p></div>
<p>Was macht Google zur Zeit? Neue Produkte, die kein Mensch braucht und einem einzigen Zweck dienen – dort wo Google nicht Maß aller Dinge ist das Zepter in die Hand zu nehmen. Buzz, Nexus (ph)one, Breitband Netz in den USA, etc. Haben, nehmen, erobern, kaufen, übernehmen! Unsere Justizministerin hat es neulich in einem Satz gesagt: <em>„Diese Gigantomanie, die stört mich.“</em> Mich auch.</p>
<p>Noch vor einem Jahr schauten mich sogar einige meiner Freunde schief an, weil ich mich zum Thema (G) kritisch geäußert habe.<em> „Ist dir denn der Schäuble lieber? Und die Internetsperren?“</em> &#8211; bekam ich zu hören. Natürlich nicht, aber was hat das eine mit dem anderen zu tun? Und warum werden die Gespräche plötzlich so hitzig wenn es um (G) geht? Ich gebe zu, damit hatte ich eine Weile zu knabbern bis mir klar wurde, daß mein gegenüber Google mit freiem Internet  gleichstellt.</p>
<p>Wie kommt‘s? Tja, die große Mehrheit der Menschen hat erst in den letzten Jahren das Internet entdeckt und das sind nun mal die Google Jahre. Wer erinnert sich schon an Alta Vista, CompuServe, oder ein 4800 Modem? Die Menschheit hat eine Online Revolution durchlebt. Die verdanken wir nicht zuletzt auch Google. Doch wo Licht ist, gibt es auch Schatten.</p>
<p>Wenn man die Entwicklungen allein in den letzten Wochen genauer betrachtet, drängt sich der Eindruck,  daß  die Google-Gründer immer noch in der Garagenmentalität  der Anfangsjahre stecken. Die seltsame Mischung aus Arroganz, grenzenlosem Hochmut und maßloser Gier scheint alle von der höchsten Managementebene bis runter zu den Foren-Günglingen* erfasst zu haben. Blankes Unverständnis, ja Verwunderung bei den Themen wie Datenschutz oder die Rechte der Verlage, etc. Nonchalance mit der <a class="fadeout" title="DLD Conference" href="http://www.youtube.com/watch?v=LvANZA93QaU">David Drummond auf der DLD Conference</a> zum Thema Verlagsrechte erläutert: <em>„Bing ist nur einen Klick entfernt, falls Sie Google nicht mögen“</em> ist vielmehr als Selbstsicherheit eines Monopolisten, es ist eine Machtdemonstration ohne gleichen.</p>
<p>In gleichen Atemzug stellt er fest, daß die Zensur ein enormes Problem ist und zwar <em>„nicht nur in China“</em>. Das stimmt. Allerdings hat man (lese G) die Voraussetzungen dafür selbst geliefert. Mit dem enormen Erfolg des (G)uMa* gepaart mit dem stets sehr bedacht gepflegten Image von „Guten“ und der Ich-will-es-haben-wir-machen-das-jetzt-ist-uns-egal-was-andere-denken-die-welt-ist-sowieso-böse-und-wenn-einer-was-anderes-denkt-dann-ist-er-bloss-neidisch Paranoia hat man auf der einen Seite Menschheit um Lichtjahre nach vorn gebracht auf der anderen Seite aber den Kern des Internets, dezentralisierte Struktur, abgeschafft.</p>
<p>Das wäre ja an sich nicht das Ende aller Tage &#8211; was mir daran allerdings Bauchschmerzen bereitet ist, daß Google klar erkennen lässt es auch weiterhin so handzuhaben &#8211;  notfalls  mit der Brechstange. Wer nicht mitspielt fliegt raus! Während ich das hier schreibe, geht mir ein Satz von Mr. Spock aus dem ersten StarTrek Film nicht aus dem Kopf: <em>„Captain, Vo..ger ist wie ein Kind, wenn er nicht bekommt,  was er haben möchte, macht er womöglich sein Spielzeug kaputt.“ </em></p>
<p>So wie mit China: Der Sinneswandel fand erst statt nach dem man ihn geärgert hat, alles weitere: <em>„wir sind ah, so cool und streiten so gern, ob wir das mit unserer Firmenethik vereinbaren können … wir haben geglaubt, daß das Netz in China freier wird durch unsere Präsenz“</em> kam danach. Ah, bitte! Da wird einem schlecht! Wenn ein Kind sich so verhält, dann ist es nervig, bei einem Erwachsenen ist es unglaubwürdig, und die Mehrheit von Menschen (umgangssprachlich auch User genannt) empfindet es als Respektlosigkeit. Die Ablehnungswelle, die sich gerade formiert, hat durchaus damit zu tun, daß die Menschen die Verachtung spüren, die ihn G entgegen bringt.</p>
<p>Und hier liegt der Hase im Pfeffer. Soziale Netzwerke bedeutet einer von vielen zu sein. Auf G mit seinem Herrschaftsanspruch trifft es wahrlich nicht zu. Da hilft auch nicht die Werbemaschinerie mit dieser schlecht inszenierten Buzz-Vorstellung (übrigens Steve Jobs kann das viel besser), nicht der Aardvark und schon gar nicht Gmail User Nötigung.</p>
<p>Twitter und Co. haben in der Tat etwas Außergewöhnliches geschafft: Kommunikation vorbei an Google, Internet außerhalb Google. Sie erschaffen das Netz „miteinander“ neu und dezentralisieren es wieder. Auch ohne Google funktioniert das ganz hervorragend. Und das ist auch gut so, sonst könnte es unser „kleiner“ womöglich kaputt machen.</p>
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		<title>Google, China und Fluch der Gier: Die Welt ist nicht genug!</title>
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		<pubDate>Wed, 13 Jan 2010 16:25:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Z. LJepojevic</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Google stellt sein China-Geschäft auf einmal in Frage. Angeblich will  sich der Datensammler aus Mountain View nicht länger den  Zensurforderungen der chinesischen Regierung beugen und nimmt dafür auch  einen Rückzug aus dem Chinesischen Markt in Kauf. Der gemeine Güngling*  wird in seinem Glauben bestätigt, die anderen werden die Meldungen  darüber [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_202" class="wp-caption alignleft" style="width: 377px"><a href="http://hypercommerce.de/wp-content/uploads/2010/01/China_XS_Tiny.jpg"><img class="size-full wp-image-202" title="China_XS_Tiny" src="http://hypercommerce.de/wp-content/uploads/2010/01/China_XS_Tiny.jpg" alt="China" width="367" height="250" /></a><p class="wp-caption-text">China und Google. Wie geht es weiter?</p></div>
<p>Google stellt sein China-Geschäft auf einmal in Frage. Angeblich will  sich der Datensammler aus Mountain View nicht länger den  Zensurforderungen der chinesischen Regierung beugen und nimmt dafür auch  einen Rückzug aus dem Chinesischen Markt in Kauf. Der gemeine Güngling*  wird in seinem Glauben bestätigt, die anderen werden die Meldungen  darüber aufmerksamer weiterlesen.</p>
<p>Internet World z.B. schreibt: <em>„Google  hat damit gedroht, den chinesischen Markt aufzugeben, wenn die  Zenssurbestimmungen nicht gelockert werden.“</em> Erst in dem zweiten  Satz gesellt sich ein wenig Licht zu dem Knall. Der Auslöser war keine  moralische Kehrtwende (manche wurden auch von moralischer Pflicht  sprechen) sondern ein Hackerangriff.</p>
<p>Ein Hackerangriff aus China?  Was soll daran so außergewöhnlich sein? – fragt sich der gesunde  Internetverstand. Gibt es täglich. Ah, was! Stündlich. Ja schon, aber es  wurden Mail-Accounts von Chinesischen Menschenrechtlern angegriffen!  Hillary Clinton soll sich auch eingemischt haben. Hm, damit ich sehe ob  ich das so richtig verstanden habe? Google zensiert seit 4 Jahren brav  das Internet über die Google.cn aber jetzt soll alles anders werden nur  wegen paar Mailaccounts. Sorry, aber das leuchtet mir immer noch nicht  ein.</p>
<p>Es sei denn… Es sei denn, die Hacker waren erfolgreich.  Verschiedene Quellen (siehe Wall Street Journal, z.B.) schreiben davon,  das bei dem Angriff auch <em>„wichtige Teile des Quellcodes gestohlen  worden, mit denen potenziell Zugang zu anderen Daten gewonnen werden  kann“</em>. Wie üblich, von Google nur Andeutungen: <em>„… from China that  resulted in the theft of intellectual property from Google“</em> (Quelle: <a class="fadeout" title="Google Blog" href="http://googleblog.blogspot.com/2010/01/new-approach-to-china.html" target="_blank">http://googleblog.blogspot.com/2010/01/new-approach-to-china.html</a>)  Sprich: <em>„… aus China, dass Diebstahl  von Google’s geistigen Eigentum darstellt.“</em> Also, doch. So  gesehen, bin ich froh dass ich nicht die Google Analytics benutze &#8211;  sonst könnte mich womöglich jemand verklagen weil er Spam-Mails aus  China bekommt.</p>
<p>Na ja, so oder so, niemand wird ernsthaft glauben  (die Chinesen am wenigsten) das Google tatsächlich vor hat (von  taktischem Geplänkel mal abgesehen) den einzigen Markt, der groß genug  ist die Gier des Giganten  in den kommenden Jahren zu stillen, fallen zu  lassen. Moralische Bedenken hin oder her – Google kann sich das einfach  nicht leisten. Die Größe des Gimperiums* ist in zwischen auch sein  Fluch. Das Tempo, bei dem das Unternehmen immer neue Groodukte*  entwickelt, droht sich zum Bumerang zu entwickeln, weil die Märkte bald  nicht mehr benötigte Absatzzahlen liefern werden können. Die Welt ist  für Google einfach zu klein.</p>
<p>Allerdings, gibt es Argumente, die  eine (vorübergehende, versteht sich) Scheidung zwischen China und Google  bewirken könnten. Erstens ist es der Marktanteil von Google in China:  25% von 340 Millionen Nutzer. Lese oben – für Google Maßstäbe ist das zu  wenig. Zweitens, Google muss eine vernünftige „Defence Strategy“  ausarbeiten. Offensichtlich hat man die Gegner bis dato gewaltig  unterschätzt. Dies wird Geld (kein Problem) und Zeit (großes Problem)  kosten.</p>
<p>Ein Rückzug aus China ist jedoch wenig wahrscheinlich,  weil es so gut wie sicher ist, dass es keine Rückfahrt geben würde. Wir  können uns das zwar schwer vorstellen, aber es könnte eines Tages  jemanden geben, der noch Googligantischer* ist und mit Sicherheit aus  China kommt. Und das weiß man in Mountain View. Ein Ausstieg aus den  Chinesischen Markt taugt höchstens als eine PR-Aktion, und zwar eine  leichtsinnige.</p>
<p><strong>*</strong> siehe <a title="Wörterbuch neue Medien - Deutsch" href="http://hypercommerce.de/woerterbuch/">Wörterbuch</a></p>
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		<title>Ick schraub doch nich’ anderer Leute Jurken! &#8211; von Kundenbedürfnissen, Fahrrädern und einem Kleid</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Oct 2009 11:28:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Z. LJepojevic</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es gibt Tage an denen man einfach gut drauf ist. Samstag, der 19.09.2009  war so ein Tag. Sonnig und warm, spätsommerlich, wie geschaffen um sich  nach einer Shopping Tour in der Schloßstraße*, in einem der unzähligen Cafes zu entspannen. Es sind  nun mehr als 11 Jahre, das ich mit meiner Familie in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt Tage an denen man einfach gut drauf ist. Samstag, der 19.09.2009  war so ein Tag. Sonnig und warm, spätsommerlich, wie geschaffen um sich  nach einer Shopping Tour in der <strong>Schloßstraße*</strong>, in einem der unzähligen Cafes zu entspannen. Es sind  nun mehr als 11 Jahre, das ich mit meiner Familie in Reichweite vom  Rathaus Berlin-Steglitz lebe. Und ich lebe gerne hier. Seit ich kürzlich  ein Fahrrad besitze, lerne ich auch all die schönen &#8211; mir bis dato  verborgenen -Seiten des Berliner Südens (Steglitz + Zehlendorf)  kennen.</p>
<p>Bei aller Begeisterung für die 1 M(ann)S(tärke) Fortbewegung, sind mir  die 24 Gänge Schaltung, Nabendynamo und was weiß ich alles  vollkommenes  Neuland, also tat ich das, was ich als Autofahrer 30 Jahre lang tat –  ich fuhr zu einem Fachmann. Prämisse dabei: Du bewegst dich im  Straßenverkehr, ergo vergewissere dich, daß dein Fahrzeug richtig,  verkehrssicher und technisch einwandfrei eingestellt ist. Also, schnell  gegoogelt und einen „Fachmann“ in der <strong>Feuerbachstr.**</strong> gefunden. Einen, für den „Zufriedenheit des Kunden das oberste Ziel  ist“. Dachte ich.</p>
<div id="attachment_47" class="wp-caption alignnone" style="width: 680px"><a href="http://hypercommerce.de/wp-content/uploads/2009/10/fahrrad_steglitz_1.jpg"><img class="size-full wp-image-47" title="fahrrad_steglitz_1" src="http://hypercommerce.de/wp-content/uploads/2009/10/fahrrad_steglitz_1.jpg" alt="Fahrradladen Steglitz Komepage" width="670" height="324" /></a><p class="wp-caption-text">Das ist ein Wort. Oder?</p></div>
<p>Beim Betreten des Ladens sah ich einen Herrn hinter der Theke,  offensichtlich zu beschäftigt mich zu begrüßen obwohl ich definitiv  einzige Kunde im Laden war. Auf die Frage, ob es möglich sei einen  Service-Termin für das Einstellen und Überprüfen des Fahrrads folgte: <em>„Den haben Sie wo anders gekauft! Warum  sollt’ ich det tun wenn ick selber verkoofe?“</em> Und, wortwörtlich: <em>„Ick schraub doch nich anderer Leute  Jurken!“</em> Völlig geplättet verließ ich den Laden. Was war da los?  Und warum ist es so wichtig, dass ich darüber schreibe? Neulich schrieb  Anne M. Schüller, führende Expertin für Empfehlungsmarketing: “Die Kunden flüchten und niemand tut was  dagegen.“ Tja, mancher tut was dafür!</p>
<p><strong>Vorbei an Kundenbedürfnissen</strong></p>
<p>So  wie Karstadt mit Quelle. Wie lange hat man eine verfehlte Produkt/- und  Preispolitik für ein übermächtiges Erfolgskonzept gehalten? Auch dann  wenn es schon abzusehen war, daß der schöne Schein auf dem Boden der  Tatsachen aufschlagen wird? Wie lange hat man vorbei an den Bedürfnissen  der Kunden gehandelt? Wie viele Entwicklungen auf dem Markt hat man  verpasst? Da fällt mir die Geschichte wieder ein, wie meine Frau vor  etlichen Jahren ein Kleid für unsere Tochter in einem Quelleladen  bestellte und nie bekam, weil es zuerst „noch nicht lieferbar“ und ein  Jahr später „nicht mehr lieferbar“ war. In zwischen  hatte sie drei  Gutscheine zw. 5 und 15 Euro als Entschuldigung von Quelle bekommen und  eine sehr herzliche Freundschaft mit der Betreiberin des Ladens  entwickelt. Nur das Kleid, das bekam unsere Erstgeborene nie.</p>
<div id="attachment_49" class="wp-caption alignleft" style="width: 470px"><a href="http://hypercommerce.de/wp-content/uploads/2009/10/fahrrad_steglitz_2.jpg"><img class="size-full wp-image-49" title="fahrrad_steglitz_2" src="http://hypercommerce.de/wp-content/uploads/2009/10/fahrrad_steglitz_2.jpg" alt="Fahrad Steglitz bei Google" width="460" height="288" /></a><p class="wp-caption-text">Google Ausgabe für: fahrrad+steglitz</p></div>
<p>Es gibt immer mehr Radfahrer in unseren Städten. Die Fahrrad-Läden aller  Art sind an jeder Ecke zu finden, ein boomendes Geschäft so wie es  aussieht. Der Verkauf von neuen Fahrrädern wird sich schnell einpegeln  auf einem mehr oder weniger stabilen Level, dafür wird die Nachfrage  nach Dienstleistungen rund um das Fahrrad (Reparatur, Ersatzteile,  Tuning, etc.) steigen. Der Konkurrenzkampf tobt schon  und er wird immer  schärfer. Gebe ich bei Google: <a title="fahrrad  steglitz" href="http://www.google.de/search?q=fahrrad+steglitz">fahrrad+steglitz</a> bekomme ich schon an die 60.000 Einträge. Die Topplatzierten wissen  offensichtlich schon, wie man heute neue Kundschaft findet – die  Probleme fangen bei manchen an, wenn der Kunde schon im Laden ist, wie  ich erfahren dürfte.</p>
<p>Auf der Homepage des besagten Laden finde  ich auch folgendes: „Wir reparieren  fast jedes Fahrrad unabhängig davon ob Sie es bei uns oder woanders  gekauft haben. Allerdings möchten wir Sie darauf hinweisen, dass wir uns  am Stand der Technik orientieren. Deshalb behalten wir uns vor, einen  Reparaturauftrag, der nach unserer Auffassung aus Kosten– oder  Sicherheitsgründen nicht sinnvoll erscheint, abzulehnen.“ Aha,  das wollte mir der freundliche Herr vermitteln also! „Jurke“ heißt also „nicht sinnvoll erscheint“ oder so  :=). Und weiter: „Möchten Sie einen  Wunschtermin? Schicken Sie uns eine Mail.“ Und spätestens hier  wird mir mein Fehler klar – ich hätte nicht einfach so hingehen dürfen,  um zu Fragen ob ich mein Geld dort lassen darf, ich hätte vorher eine  Mail schicken sollen.</p>
<p>Ich werde mein Fahrrad jedenfalls wo anders  checken lassen, ich hab ja bis zum Frühjahr Zeit eine Fachwerkstatt zu  finden, die sich nicht schade ist meine „Jurke“ zu durchleuchten.  Vielleicht auf der Seite 2 oder 3 bei Google. Besser noch, ich frage bei  Bekannten und Freunden welchen Laden die empfehlen. Wenn ich einen  gefunden habe, schreibe ich darüber. Hoffentlich.</p>
<p><strong>* Schloßstraße</strong> ist eine bekannte  Einkaufsstrasse in Berliner Stadtteil Steglitz<br />
<strong>** Feuerbachstraße</strong> befindet sich in  unmittelbarer Nähe der Schloßstraße<a name="comments"><br />
</a></p>
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		<title>Medienkompetenz Teil VI &#8211; künstlerisch intendierte Medienprojekte</title>
		<link>http://hypercommerce.de/medienkompetenz-teil-6/</link>
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		<pubDate>Mon, 08 Jun 2009 08:06:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>P. Fischer-Piel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medienkompetenz]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Design]]></category>
		<category><![CDATA[Gestaltung]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[MediaLab]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Sound]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit der Beherrschung der digitalen Werkzeuge und dem Wissen um die  gesellschaftliche Funktion von Kommunikation verfügen wir über ein  komplexes Instrumentarium des digitalen Gestaltens. Es ist deshalb  notwendig, die Erfahrungen und  das Wissen der einzelnen digitalen Disziplinen zusammenzufassen. Wenn  Medienkompetenz über die rein funktionale Anwendung von digitalen  Werkzeugen und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit der Beherrschung der digitalen Werkzeuge und dem Wissen um die  gesellschaftliche Funktion von Kommunikation verfügen wir über ein  komplexes Instrumentarium des digitalen Gestaltens. Es ist deshalb  notwendig, die Erfahrungen und  das Wissen der einzelnen digitalen Disziplinen zusammenzufassen. Wenn  Medienkompetenz über die rein funktionale Anwendung von digitalen  Werkzeugen und  ihre ausschließlich kommerziell ausgerichtete Verwendung hinaus gehen  soll, müssen Arbeitsprozesse &#8211; interdisziplinär &#8211; in Kunst und  Wissenschaft initiiert und künstlerisch orientierte Strategien  werden.</p>
<p>MediaLab: Konzept<br />
Das  Medialab ist ein Ort der experimentellen medialen Gestaltung für die  Fachbereiche Design und visuelle Kommunikation, gewissermaßen die  Schnittstelle zwischen  Wissenschaft und Kunst. Als  Werkstatt für den Entwurf virtueller Welten  und raumbezogener Installationen untersucht es die Darstellung und  Gestaltung von der Fläche in die Tiefe des virtuellen Raumes und &#8211; damit  verbunden &#8211; die veränderte  Wahrnehmung und Entwicklung neuer Sprachen und Anwendungen für den  medialen Raum. Die Gegenüberstellung real &#8211; virtuell führt zu neuen  Wahrnehmungsformen und neuen sinnlichen Erfahrungen. Analoge und  digitale Arbeitsmethoden  werden experimentell vergleichend herausgearbeitet. Schlüsselwörter sind  Interface,  Interaktion, Immersion und Imagination.</p>
<p>MediaLab: Ziele<br />
Das MediaLab verbindet einzelne  digitale Disziplinen wie Text, EBV und Lay-Out, 2D  und 3D Grafik, Sound und Video, sowie CAD und Programmiersprachen zu  einem  digitalen (Gesamtkunst)Werk, das durch seine Präsentation im realen   resp. medialen  Raum eine neue Darstellungsqualität erreicht. Sein Ansatz ist,  künstlerische Strategien für die Entwicklung von Medientechnologien und  umgekehrt medientechnologische Forschung für die Kunst und ihre  angewandten Bereiche produktiv zu machen.  Das MediaLab soll darüber hinaus zur Diskussion und Weiterentwicklung  der Medienlehre, der Medienkunst und des Informations-Design beitragen.</p>
<p>Durch  die enge Verknüpfung zur Medientheorie entstehen dabei – sozusagen als  Nebenprodukt &#8211; explorative Wissensräume.</p>
<p>MediaLab: Anwendungen<br />
Die Projekte  und Produkte des MediaLab befassen sich mit Interaktivität, Interface- design, Kommunikationsdesign sowie der Entwicklung von Strategien zur  Verbindung von realem und virtuellem Raum (Mixed Reality). Daraus  ergeben sich im wesentlichen 4 große Anwendungsfelder:</p>
<p>1. Interface-Design<br />
Das Interface  ist der Schlüssel zum medialen Werk. Das Spektrum des Interface  reicht von der 2D-Benutzer-Oberfläche zum interaktiven Display für  3D-Modelle.  Dazu gehören ebenso Designstudien zur Ergonomie von Sicht- und  Navigationssystemen wie Medienarchitekturen.  Mögliche Projekte und Präsentation: Alle innovativen  2D-Benutzer-Oberflächen, die  auch einen Bezug zum realen Raum herstellen (z.B. über Beamer, Sound).  Als sinnliche „Verlängerung“ kann das Interface-Design zusätzlich (oder  explizit) auch auf  traditionelle Weise als Ausstellungsdesign oder im öffentlichen Raum  (Cultural Jamming) präsentiert werden.</p>
<p>2. Interaktions-Design<br />
Interaktions-Design meint das  Denken in szenischen Bildern. Was geschieht, wenn  &#8230; ? Entwurf von Interfaces, Szenarien und Interaktionen, ein Drehbuch  sozusagen.  Interaktions-Design ist Design für Handlungs- und Funktionsabläufe, die  Aktionen  hervorrufen. Interface und Interaktion stehen in engem Zusammenhang. Die  Qualität des Interface bestimmt die Funktionalität der Interaktion  ebenso wie die Programmierung der Funktionsabläufe selbst.  Mögliche Projekte und Präsentation: zum einen eher  funktional-anwendungsbezogene Konzepte, die dem Benutzer/Betrachter ein  intuitives Handeln ermöglichen,  d.h. eine Benutzung ohne über die Funktionsabläufe im Einzelnen  nachdenken zu  müssen, zum anderen eher spielerisch-künstlerische Konzepte, bei denen  der Benutzer/Betrachter durch seine eigenen Aktionen (im Raum) bestimmte  Funktionsabläufe  auslöst. Als Präsentationsform sind hier sowohl rein rechnerbasierte  Werke als auch  mediale Rauminstallationen denkbar.</p>
<p>3. Film/Video/3D-Design<br />
Film/Video/3D-Design bezieht  sich auf die Möglichkeiten des digitalen Videoschnitts  ebenso wie auf die Erfindung neuer Welten mittels 3D-Technik. Das  audio-visuelle  Werk setzt sich aus Texten, Bildern, Sprache, Sound, Raum, Bewegung im  Raum und  bewegten Bildern zusammen. Das digitale Studio mit seinen virtuellen  Kulissen bietet hierfür vielfältige und innovative Möglichkeiten.  Mögliche Projekte und Präsentation: In erster Linie 2D und 3D Werke, die  entweder  auf dem Monitor als adäquates Präsentationsmedium oder mittels Projektor  im  Raum gezeigt werden. Als werbewirksame „Verlängerung“ in den  öffentlichen  Raum sind auch ungewöhnliche Präsentationsorte und –formen denkbar (z.B.  U- Bahnprojekt Zoo-Hansaplatz), die bei der Projektkonzeption jedoch schon  von An- beginn berücksichtigt werden sollten.</p>
<p>4. Kommunikations-Design<br />
Zukünftige  Formen der Kommunikation benötigen geeignete Kommunikationsräume. Neue  Technologien eröffnen dem Kommunikations-Designer Möglichkeiten,  neue Kommunikations-Modelle zu entwickeln und zu präsentieren (z.B.  WebCams,  Chat-Rooms, Videokonferenzen, Internet-Telefonie).  Mögliche Projekte und Präsentation: WebCam-basierte Übertragungen von  öffentlichen Räumen/Events, Entwicklung neuer Formen von ChatRooms,  Video-Konferenzen unter Einbeziehung des Benutzers/Betrachters,  WebCam-Projekte und deren  Übertragung in den realen Raum.</p>
<p>Die  helle Kammer: Zusammenfassung</p>
<p>&#8220;Die helle Kammer&#8221; – der  Titel ist eine Anlehnung an das gleichnamige medientheoretische Werk von  Roland Barthes &#8211; soll die Schnittstelle zwischen Wissenschaft  und Kunst, zwischen studium und punctum bilden. In theoretischer  Hinsicht ist sie  ein Denk- und Wahrnehmungsgebäude, in dem medientechnologische Forschung  für die Kunst und ihre angewandten Bereiche zugänglich gemacht wird  (studium);  in angewandter Form ist sie ein Experimentierfeld für die Entwicklung  künstlerischer Strategien zur Schaffung und Erweiterung von  Medientechnologien, eine  Collage aus den Bausteinen individueller Themen und Konzepte (punctum). Im Ergebnis sollen durch die Kombination von Computer, Projektion und  sensorischen Präsentationsformen interaktive, raumbezogene  Installationen, zeitbasierte  reagierende Umgebungen und veränderliche Bildräume entstehen, die sich  dem Benutzer/Betrachter durch geeignete Sichtsysteme erschließen.</p>
<p>Das  Finden und Erfinden narrativer Handlungsrahmen und die Entwicklung  intuitiver  Interfaces sind neben der Gestaltung der Modelle die wesentlichen  Elemente der  künstlerischen Artikulation in diesem Projekt. &#8220;Helle Kammer&#8221; steht als  Weiterentwicklung für eine Zeit- und Raum-Struktur mit unterschiedlichen  Wahrnehmungsebenen: das Erlebbar-Machen von Szenarien, bestehend aus  Texten, Bildern, Geräuschen, Bewegungen in dreidimensionalen Räumen.</p>
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		<title>Medienkompetenz Teil V &#8211; Medienbasiertes Lernen</title>
		<link>http://hypercommerce.de/medienkompetenz-teil-5/</link>
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		<pubDate>Tue, 02 Jun 2009 07:53:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>P. Fischer-Piel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medienkompetenz]]></category>
		<category><![CDATA[Kenntnis]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
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		<category><![CDATA[Medienkultur]]></category>

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		<description><![CDATA[Welche curricularen Einbettungen gibt es für Medienkompetenz fördernde  Angebote?  (Schule, Universitär, FH’s, EWB, Projektarbeit mit Kindern  und Jugendlichen.)
5.1  Vermittlungspraxis

Fähigkeit zur aktiven Kommunikation
Erlernen und Anwenden spezifischer Ausdrucks- und  Gestaltungsmöglichkeiten  und journalistischer Methoden; Fähigkeit zur aktiven Kommunikation mit  audiovisuellen Medien von der Planung und Recherche über die Produktion  und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Welche curricularen Einbettungen gibt es für Medienkompetenz fördernde  Angebote?  (Schule, Universitär, FH’s, EWB, Projektarbeit mit Kindern  und Jugendlichen.)<br />
5.1  Vermittlungspraxis</p>
<ul>
<li>Fähigkeit zur aktiven Kommunikation</li>
<li>Erlernen und Anwenden spezifischer Ausdrucks- und  Gestaltungsmöglichkeiten  und journalistischer Methoden; Fähigkeit zur aktiven Kommunikation mit  audiovisuellen Medien von der Planung und Recherche über die Produktion  und Gestaltung  bis zur Fähigkeit der Verbreitung eigener audiovisueller Erzeugnisse.</li>
<li>Kenntnis der technischen und organisatorischen Bedingungen</li>
<li>Fähigkeit im Umgang mit den technischen und den organisatorischen  Bedingun- gen von der schriftlichen Fixierung bis zur Organisation und Verbreitung  der eigenen  Medienprodukte.</li>
<li>Kompetente Rezeption</li>
<li>Sensibilisierung der eigenen Wahrnehmung, verbunden mit der  Fähigkeit zur Filterung und Analyse audiovisueller Informationen</li>
<li>Vermittlung von Format- und Genrewissen</li>
</ul>
<p>5.2 Medienbasiertes Lernen<br />
Konzeption  und Gestaltung medienbasierten Lernens: Leitfragen für die  Entwicklung eines virtuellen Lernszenarios, Bedarfserfassung:</p>
<ul>
<li>Welche Inhalte bzw. Kompetenzziele sollen vermittelt werden?</li>
<li>Wieviele Lernende sollen geschult werden?</li>
<li>Verfügen diese über ausreichend technische und methodische  Kompetenzen, um  Neue Medien für ihr Lernziel erfolgreich nutzen zu können?</li>
<li>Welche organisatorischen Rahmenbedingungen sind zu  berücksichtigen?</li>
</ul>
<p>Konzeptentwicklung</p>
<ul>
<li>Welche Vermittlungsmethoden sollen angewandt werden? Systematische  darbietende Wissensvermittlung (Vorlesung, Frontalunterricht) oder  problemorientierter  Wissenserwerb (Übung, Praktikum, Seminar)?</li>
<li>Welche Form des Medieneinsatzes soll realisiert werden?  (Anreicherungskonzept,  integratives Konzept, virtuelles Konzept)</li>
<li>Wie soll die gesamte Lehrveranstaltung organisiert sein?</li>
<li>Welche Kommunikationskanäle sollen genutzt werden und wofür?</li>
<li>Welche Möglichkeiten soll die medienbasierte Lernumgebung bieten?</li>
</ul>
<p>Ressourcenplanung</p>
<ul>
<li>Notwendige personellen Ressourcen für eine qualitativ hochwertige  Realisierung  der medienbasierten Veranstaltung</li>
<li>Erforderliche Infrastruktur, Hardware, Software</li>
<li>Zeitraum der Realisierung</li>
</ul>
<p>Rollenverteilung und  Qualifizierungsplan</p>
<ul>
<li>Über welche notwendigen Voraussetzungen verfügen die Lernenden?  Welche Ein- schulungsmaßnahmen sind erforderlich?</li>
<li>Welche Rollen und Aufgaben übernehmen Lehrende?</li>
<li>Erforderliche Kompetenzen von Tutoren</li>
<li>Erforderliche Kompetenzen von Autoren</li>
<li>TechnikexpertInnen zur Einrichtung und Wartung der erforderlichen  Hard- und  Software-Tools</li>
</ul>
<p>Contententwicklung</p>
<ul>
<li>Empfehlungen zur Vorgehensweise bei der Contententwicklung</li>
<li>Gestaltung von selbstinstruierenden Online-Materialien Kontinuierliche Betreuung der Lernenden</li>
<li>Strategien zum Schnittstellenmanagement</li>
<li>Unterstützung in technischen, methodischen und inhaltlichen Fragen</li>
<li>Möglichkeiten und Anregung zur Teamarbeit</li>
<li>Unterstützung beim Aufbau von Lernstrategien</li>
</ul>
<p>5.3 Projekte / Projektarbeit /  Themenauswahl</p>
<ul>
<li>Medienkompetenz als zentrales Operationsfeld von Projekten</li>
<li>Neue Medien und kulturelle Bildung  • Medienkompetenz als präventiver Jugendschutz</li>
<li>Projekte als Formen der Medienarbeit</li>
<li>Alice im Cyberland</li>
<li>Baukasten &#8220;Kinder und Werbung&#8221;. Medienkompetenz für Kindergarten,  Grund- schule und Familie</li>
<li>Das digitale Kinder− und Jugendmuseum</li>
<li>Games bis Augen weg</li>
<li>In eigener Regie</li>
<li>news 4u – Journalistentraining für Youngster</li>
</ul>
<p>5.4. Praktischer Ansatz: Lernen  durch Zeichenarten</p>
<p>1. Das  Bild: Das Bild &#8211; bildet das Objekt mit hoher Übereinstimmung ab.  Seine Information kann  unmittelbar erfasst werden. z.B. Fotos, Gemälde, Grafiken.</p>
<p>2.  Das Wappen: Wappen und Fahnen fungieren als Erkennungsmerkmal  oder Zugehörigkeitszeichen  für Gruppen oder Stände. Die Informationsübermittlung erfolgt indirekt,  d.h. erst  nach einem Lernprozess. z.B. Stadtwappen von Dresden oder Fahne der europäischen Gemeinschaft.</p>
<p>3. Das Piktogramm: Unter einem  Piktogramm versteht man &#8211; im erweiterten Sinn &#8211; ein Bildsymbol, im  engeren Sinn ein formelhaftes, für alle Sprachen verständliches Symbol.  Der Begriff  setzt sich aus dem lateinischen &#8220;pictus&#8221; (=Bild) und dem griechischem  &#8220;gramm&#8221;  (=Geschriebenes) zusammen und bedeutet soviel wie schriftliches Bild.  Seine Infor- mation erschließt sich direkt und ist weitestgehend multikulturell  erfassbar. z.B. Piktogramm für Information.</p>
<p>4.  Das Icon: Ein Icon in der Informatik steht für ein bildhaftes  Symbol in einer grafischen Benut- zeroberfläche eines Programms oder einer Anwendung. Mit ihm verbindet  sich  meist eine bestimmte Funktion oder Operation (z.B. dem Zuweisen eines  Attribut- wertes zu einem Absatz). Seine Information erschließt sich im  Zusammenhang oder  Zusammenspiel mit dem Objekt. z.B. Icon des Internet-Explorer.</p>
<p>5.  Die Schrift: Die Schrift ist die abstrakteste und  multivariabelste Zeichenform. Sie wird in ihrer  Vielfältigkeit von keinem  Zeichen erreicht. Seine Information muss  erlernt werden  und erschließt sich über einen Dekodierungsprozess indirekt. z.B. Garamond.</p>
<p>6. Das Signet:  Ein Signet ist eine Kennzeichnung des Produktes oder der Leistung einer  Institution  mittels sprachlichem (Schrift) oder bildlichem Mittel. Die  Informationsübermittlung  erfolgt indirekt nach einem Lernprozess.z.B. Schriftzug Coca Cola oder  Nike &#8211; Signet.</p>
<p>7. Das Symbol: Symbole sind visuelle  Zeichen, die keinen direkten Bezug oder  mit dem darzustel- lenden Objekt haben. Seine Information muss erlernt werden. z.B. Additionszeichen.</p>
<p>8. Das  Signal: Signale werden immer dort benötigt und eingesetzt, wo ein  Handeln oder unmittel- bares Reagieren auf eine Gefahr, ein Verbot oder eine Anweisung erfolgen  soll. Die  Informationsübertragung erfolgt weitestgehend direkt und besonders mit  dem Mit- teln von Farbe und Form. Manchmal ist aber auch ein Lernprozess  notwendig. z.B. Gefahrenzeichen und Verkehrszeichen.</p>
<p>9: Das Diagramm: Diagramme sind  Zeichen zur Darstellung von Sachverhalten und Abläufen. Dia- gramme visualisieren meistens Zahlen und Statistiken. Die  Informationsübermittlung  erfolgt direkt. z.B. Liniendiagramm des DAX, Hertzsprung-Russell-Diagramm.</p>
<p>10. Die Karte: Karten sind  geografische oder topografische Darstellungen. Erkennbare Formen  werden als Umrisse dargestellt. Die Informationsübermittlung erfolgt  direkt. z.B. Stadtplan von Dresden oder Wetterkarte von Deutschland.</p>
<p><a title="Medienkompetenz Teil VI" href="http://hypercommerce.de/medienkompetenz-teil-6/">Medienkompetenz Teil VI – künstlerisch intendierte Medienprojekte</a></p>
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		<item>
		<title>Medienkompetenz Teil IV &#8211; Die visuelle Rhetorik des Bildes / audio-visuelle Bildung</title>
		<link>http://hypercommerce.de/medienkompetenz-teil-4/</link>
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		<pubDate>Tue, 26 May 2009 07:43:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>P. Fischer-Piel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medienkompetenz]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Medienkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Werbung]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Untersuchung einer Bildsprache, die den Fokus nicht auf die  Fotografiegeschichte und die Besten ihrer Repräsentanten legt, muss sich  zwangsläufig mit den medialen Distributationskanälen einschließlich  ihrer wildesten Auswüchse befassen. Die  Anleitung in einer Fachzeitschrift „Ein Bild machen à la Monet mit 3  Klicks!“, ist exemplarischer Ausdruck einer radikal veränderten  [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Untersuchung einer Bildsprache, die den Fokus nicht auf die  Fotografiegeschichte und die Besten ihrer Repräsentanten legt, muss sich  zwangsläufig mit den medialen Distributationskanälen einschließlich  ihrer wildesten Auswüchse befassen. Die  Anleitung in einer Fachzeitschrift „Ein Bild machen à la Monet mit 3  Klicks!“, ist exemplarischer Ausdruck einer radikal veränderten  Produktions- und Rezeptionsästhetik, die kein Innehalten mehr kennt:  Vilém Flussers kritische Vision von 1981,  nämlich die einer an den Funktionen der Programme und der Distribution  der Information orientierten Kreativitätspraxis, hat heute in der  Endlosschleife des product placement seine adäquate Ausdrucksform  gefunden. Gleichwohl bestimmt diese &#8211;  wie gerade aufgezeigt &#8211; zunehmend unsere kulturelle Identität.</p>
<p>Ein Großteil der Anstrengungen in der heutigen Medienkultur dient in  erster Linie  der Bildung von Identifizierungen. Massenkultur und Schnelllebigkeit  sind ihrem  Wesen nach das Gegenteil davon. Somit wird über die permanente  Wiederholung  und allgegenwärtige Präsenz in den Medien versucht, das Defizit der  kulturellen Identität in eine (kurzlebige) markenabhängige  Identifizierung zu überführen. Eine  ästhetische Orientierung in der Medienpädagogik geht in der Regel davon  aus, das Bilder unser Denken und damit unsere Wirklichkeitskonstruktion  beeinflussen &#8211; Bilder in einem erhöhten Maße, weil über sie Emotionen  und Gefühle ideal transportierbar sind. Marlboro verkauft demnach nicht  Zigaretten, sondern das Gefühl von  Freiheit, Benetton klärt dich doch nur auf, Apple verkauft nicht  Computer, sondern einen hippen und coolen Lebensstil, und Nike ist der Anwalt aller  Subkulturen. Wir sehen: Markenidentität als Substitut für die verloren gegangene  kulturelle Identität.</p>
<p>Wie aber gewinnt man aus solchen  Erkenntnissen praktische Medienkompetenz?</p>
<p>Um den Anforderungen  der modernen Mediengesellschaft gerecht werden zu können, muss es ein  zentrales Anliegen von Bildungsinstitutionen sein, die Fähigkeit zu vermitteln, Bilder rezipieren, dechiffrieren und mit ihnen kommunizieren  zu können Neben dem Fernsehen dürften zukünftig auch im Internet bewegte und  unbewegt Bilder als wichtige Darstellungsform und als komplexes Transportmittel  für Informationen mehr und mehr genutzt werden. Spätestens zu diesem  Zeitpunkt wird die  Fähigkeit, Bilder und Bildzusammenhänge einschätzen und nach dem  Informationsgehalt filtern zu können, zu einem maßgeblichen Bestandteil  praktischer Medienkompetenz.</p>
<p>Christian Doelker schlägt als  Begriff “Bild-Pädagogik” oder “Bild-Bildung” vor (ich  würde eher zu “Visueller Bildung” tendieren, weil der Begriff “Bild”  alle visuellen  Zeichensysteme nur ungenügend erfasst). In jedem Fall muss eine solche  pädagogische Ausrichtung versuchen, die Rezeptionsfähigkeiten des  Wahrnehmenden eben so zu fördern wie seine mediale Handlungskompetenz. Bildung für das  Visuelle  meint demnach auch Schulung, Kultivierung und praktische Umsetzung von  Wahrnehmungsaspekten.</p>
<p>Visuelle Bildung bezieht vor allem auch die  trivialen Kommunikationskanäle wie zum  Beispiel die Werbung mit ein. Betrachtet man Werbung als vorrangiges  Medium der  bildsprachlichen Kommunikation, ergibt sich eine neue medienpädagogische  Sichtweise: Wie häufig in der Kunst, geht es in der Werbung um Überraschung,  Irritation, enttäuschte Erwartungshaltungen, um metaphorische und  absurd-surrealistische  Botschaften, die im Bild visuell kodiert sind und die durch den  Betrachter dekodiert  werden müssen. Als Techniken der visuellen Rhetorik werden die Methode  der Verzerrung, der Übertreibung und vor allem die der Verschiebung auf  Meta-Ebenen  angewandt. Nichts anderes also als das, was in vielen Bereichen der  Kunst schon seit  langem praktiziert wird (freilich ohne auch nur annähernd ähnliche  technische Voraussetzungen oder analoge Distributationskanäle zu haben).</p>
<p>Die Bildsprache in der Werbung ist ein Spiel mit Gewohnheiten  und Erwartungen, ist  Irritation und Überraschung. Werden Inhalte allerdings eins zu eins  transportiert,  funktioniert die Botschaft nicht. Nur wenn sie sich in unserer  Wahrnehmung ver- hakt, uns zum Denken bringt, nehmen wir die Botschaft wahr. Alles andere  ist redundantes Rauschen und verpufft wirkungslos. Gute visuelle  Rhetorik aktiviert eine  autonome Denkleistung beim Rezipienten und muss gegen die Macht der  Gewohnheit intrigieren, um wahrgenommen zu werden.</p>
<p>Im besten Fall  gewinnt Werbung also unsere Aufmerksamtkeit &#8211; das kostbarste Gut  der Informations- und Kommunikationsgesellschaft – und hat damit ihren  Platz in  unserem kulturellen Gedächtnis erobert (das zu leugnen, ist vielleicht  verlockend,  weil man sich damit wieder in bester Gesellschaft mit der bürgerlichen  Kultur und  der hohen Kunst befindet, entspricht aber keinesfalls den Realitäten).</p>
<p>Visuelle  Rhetorik konzentriert sich allerdings nicht nur auf Werbebotschaften  oder  deren künstlerische Umkehrung. Botschaften sind auch in Bildzeichen  enthalten, die  nicht auf konkrete Objekt referieren, sondern in Relation zu einer  Aussage stehen.  Der weiße Stock steht für die Aussage „ich bin blind“, das Rot der  Verkehrsampel  für die Aufforderung „stehenbleiben“. Visuelle Rhetorik als Bildsprache  ist demnach  die “Kunst der Sprechenden Bilder”, und Piktogramme wären die  prototypischen  Medien dieser Art der Bildkonzeption (darauf werden wir noch später  zurück kommen).</p>
<p>Dabei geht es gerade nicht darum, zu irritieren,  zweideutig zu sein oder Divergenz  zu erzeugen. Vielmehr ist es das Ziel einer solchen Bildsprache,  komplexe Aussagen  und Botschaften in einem Superzeichen zusammenzufassen, Konvergenz zu  schaffen und Orientierungshilfe zu leisten. Dabei werden die zeitlich  realisierten Sprachbotschaften in das räumliche System der Bilder  transformiert, Botschaften fürs Ohr  in Botschaften für das Auge übersetzt. Im Gegensatz zu fotografischen  Bildern oder  werbestrategischen Irritationen, die gleichermaßen vom “Inhalt” leben,  sollen diese  Bilder für sich selbst sprechen, ohne den fragwürdigen Ballast der  Interpretation.</p>
<p>Die visuelle Rhetorik der Piktogramme,  Navigationen und lexikalischen Indices ist  ebenso Bestandteil der visuellen Kommunikation wie die irritierenden  Bildbotschaften, allerdings mit anderen Absichten und für andere Zwecke  konzipiert. Von daher  lassen sich zwei Pole verorten, zwischen welchen sich das Potential der  visuellen  Rhetorik entfaltet: Mimikry und Intrige, Selbsterklärung und Irritation,  Eindeutigkeit  und Zweideutigkeit. Und jede dieser Methoden – wenn man sie denn so  unterscheiden will &#8211; ist eine Kunst für sich. Beide stehen aber immer in  einem kulturellen Kontext und sind nicht beliebig verstehbar. D.h. der  Betrachter muss die visuellen Kodes seines Umfelds kennen, um  Irritationen als solche wahrnehmen und entschlüsseln oder die Aussagen  der Piktogramme richtig deuten zu können. Da wir nie außerhalb unseres  kulturellen Umfeldes und damit Diskurses stehen, vergessen wir das  aufgrund der Selbstverständlichkeit manchmal.</p>
<p>Zusammenfassend:  Die Vermittlung medienpädagogischer Konzepte wie etwa “Visuelle Bildung”  kann verdeutlichen, welche Bedeutung es haben kann, mit Bildern  zu täuschen und mit Bildern zu enttäuschen. Es wird damit die Fähigkeit  vermittelt,  mit Bildern kommunizieren und Bilder diskutieren zu können – eine  Vorstellung da- von zu haben, wie Bilder zustande kommen, auf welche Weise sie Meinungen  evozieren und wie sich Bild/Text-Verhältnisse zu der emotionalen  Rezeption von schein- bar objektiven Medienbotschaften verhalten.</p>
<p>Die Art und Weise,  wie eine Information vermittelt wird, sagt dabei sehr viel über  die Intentionen des Urhebers aus. Kennt man die Spezifika der  Ausdrucksformen, so  kann man leichter suggestive Elemente herausarbeiten und beurteilen und  dadurch  den eigentlichen Subtext des Mediums &#8211; sei es ein Bild, ein Film oder  ein Musikstück  &#8211; erkennen. Sowohl reflexive als auch produktionstechnische Aspekte der  Informationsvermittlung sind daher primär zu vermitteln, um den  spezifischen Informationscharakter von Medien erkennen zu können.</p>
<p><a title="Medienkompetenz Teil V" href="http://hypercommerce.de/medienkompetenz-teil-5/">Medienkompetenz Teil V – Medienbasiertes Lernen</a></p>
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		<item>
		<title>Medienkompetenz Teil III &#8211; Ästhetik als medienpädagogischer Orientierungsrahmen</title>
		<link>http://hypercommerce.de/medienkompetenz-teil-3/</link>
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		<pubDate>Tue, 19 May 2009 20:18:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>P. Fischer-Piel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medienkompetenz]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
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		<description><![CDATA[Dieses Kapitel stützt sich wesentlich auf die Expertise „Kulturelle  Bildung im Medienzeitalter“ zur Vorlage bei der Bund &#8211; Länder &#8211;  Kommission für Bildungsplanung  und Forschungsförderung im Auftrage des Bundesministeriums für Bildung  und Forschung, verfasst von Karl-Josef Pazzini, Universität Hamburg,  Juli 1999.
Zunächst ist zu klären, was Kulturelle Bildung ist und  [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dieses Kapitel stützt sich wesentlich auf die Expertise „Kulturelle  Bildung im Medienzeitalter“ zur Vorlage bei der Bund &#8211; Länder &#8211;  Kommission für Bildungsplanung  und Forschungsförderung im Auftrage des Bundesministeriums für Bildung  und Forschung, verfasst von Karl-Josef Pazzini, Universität Hamburg,  Juli 1999.</p>
<p>Zunächst ist zu klären, was Kulturelle Bildung ist und  inwieweit man diesen Begriff  auf die oben dargestellte Medienkompetenz beziehen kann. Gemäß den  Richtlinien  des Bundesministeriums für Frauen und Jugend/Kinder und Jugendplan des  Bundes  vom 20.12. 93 wäre demnach folgende Definition gültig:</p>
<blockquote><p>„Kulturelle Bildung soll Kinder und  Jugendliche befähigen, sich mit Kunst, Kultur  und Alltag phantasievoll auseinanderzusetzen. Sie soll das  gestalterisch-ästhetische  Handeln in den Bereichen Bildende Kunst, Film, Fotografie, Literatur,  elektronische Medien, Musik, Rhythmik, Spiel, Tanz, Theater, Video u. a.  fördern. Kulturelle Bildung soll die Wahrnehmungsfähigkeit für komplexe  soziale Zusammenhänge entwickeln, das Urteilsvermögen junger Menschen  stärken und sie zur aktiven und verantwortlichen Mitgestaltung der  Gesellschaft ermutigen.”</p></blockquote>
<p>Dieser Definition ist unbedingt  zuzustimmen, beinhaltet sie doch das ganze Rüstzeug, um auf die bildungsrelevanten Herausforderungen des  Medienzeitalters an- gemessen reagieren zu können und Medienkompetenz im oben gemeinten Sinn  herzustellen. Allein ihre Interpretation resp. praktische Umsetzung legt  ein Schatten  auf den sonst so wohlgemeinten Ansatz. Bereits Pazzini &#8211; der dieser  Definition explizit zustimmt &#8211; schränkt den theoretischen Bezugsrahmen  für Kulturelle Bildung ein:</p>
<blockquote><p>“Kulturelle  Bildung betont die Notwendigkeit des Bezugs von Bildung auf die  unterschiedlichen Künste. Sie ist eine notwendige Ergänzung zu den  technischen Veränderungen durch die neuen Medien. Ohne den Bezug zu den  Künsten können die  Chancen der neuen Medien nicht ausgeschöpft werden. Im Gegenteil, es  besteht  ohne einen solchen Bezug die Gefahr der Verdummung und eine schon  deutlich  wahrnehmbare Disqualifikation von Arbeitskräften&#8230;&#8230;”</p></blockquote>
<p>Interessant  ist in diesem Zusammenhang der explizite Bezug der kulturellen Bildung  zur Kunst auf der einen, und die Disqualifizierung ihres Gegenteils &#8211;  “Verdummung”  genannt &#8211; auf der anderen Seite. Dies ist für die Definition des  Begriffs “Kultur” von  ebenso weit reichender Bedeutung wie für die Erlangung von  Medienkompetenz.</p>
<p>Noch einmal Pazzini: “Kulturelle Bildung eröffnet die Teilhabe an Werken der Kunst,  an den in ihnen eingeschlossenen Forschungsergebnissen,  Produktionsprozessen  und Rezeptionsmöglichkeiten. Sie sensibilisiert für weit greifende  Veränderungsprozesse eben durch die neuen Medien und macht Zusammenhänge  anders als begrifflich deutlich. Kulturelle Bildung beinhaltet  Möglichkeiten und Ressourcen, die in den  Wissenschaften, insbesondere den Naturwissenschaften, der Mathematik und  den  technisch ausgerichteten Wissenschaften nicht oder nur untergründig zur  Verfügung stehen.”</p>
<p>Wir sehen hier, dass kulturelle Bildung  den Wissenschaften, insbesondere den Naturwissenschaften, der  Mathematik und den technisch ausgerichteten Wissenschaften nicht  zugebilligt wird. Tauglich erscheinen allein die Verfahren der Kunst  resp.  der ihr zugrunde liegenden (Geistes)Wissenschaften wie z.B. die  Kunstgeschichte,  die Semiotik oder die Medientheorie.</p>
<p>Konsequenterweise bezieht  Pazzini den Kulturbegriff in diesem Zusammenhang &#8211;  wie schon eingangs angedeutet &#8211; eindeutig auf die Künste. Das  romantische Künstler(selbst)bild, aus der Not oder wenigstens aus  Notwendigkeit zu produzieren  (Hölderlin im Turm etwa), das seine Herkunft vom Geist der Romantik und  des Bürgertums nicht verhehlen kann, wird hier reaktiviert: “Unter  „kulturell“ sollen hier  Prozesse verstanden werden, die sich in Werken niederschlagen, die  angeregt sind  durch Prozesse und Werke aus den unterschiedlichen Künsten: Musik,  Bildende  Kunst, Tanz, Theater, Literatur &#8230;”. &#8211; Wir finden also auch bei Pazzini  das Eingebettetsein der Kultur in die “hohe” Kunst. Wenn also in seiner  Expertise von “Kultureller Bildung” die Rede ist, so wäre dies demnach  als “Ästhetische Erziehung” im  Schillerschen Verständnis zu lesen.</p>
<p>Das steht in einem gewissen  Widerspruch zu Baackes’ Modell, das ja allein den adäquaten Gebrauch von  Medien &#8211; also die Fähigkeit zur Mediennutzung &#8211; als Teil der  Medienkompetenz anerkennt. Um den Widerspruch deutlich zu machen: Müssen   Jugendliche, die in der virtuosen Handhabung eines Joy-Sticks oder in  der perfekten  Beherrschung eines “Games” unschlagbar sind, bereits als  “medienkompentent”  bezeichnet werden? Oder sind Künstler, die zwar in der Lage sind, die  ganze Weltgeschichte in Stein zu meißeln, aber nicht die Fähigkeit haben  eine Internetseite zu  besuchen, in diesem Sinne hoffnungslos inkompetent?</p>
<p>Auf der einen  Seite also sehen wir kulturelle Bildung im Klammergriff der hohen  Kunst und des kulturellen Establishments (das nicht mehr ausschließlich  aus dem  ehemaligen Bildungsbürgertum besteht, sondern vielmehr durch den neuen  “Geldadel” aus Wirtschaft, Politik und Showbusiness repräsentiert wird),  auf der anderen  Seite steht die triviale Pop-, Design- und Kitschkultur, die mit  kultureller Bildung offensichtlich nicht das Geringste zu tun hat (aber  mit der der moderne Kulturrepräsentant häufig seine Brötchen verdient).</p>
<p>Neil  Postman konstatiert 1988, dass jenes Medium die kulturelle Ausprägung  einer  Kultur bestimme, welches es schaffe, Gedanken im kommunikativen  Austausch am  bequemsten zu transportieren. Und jene Gedanken, die sich bequem  ausdrücken  ließen, würden dann unweigerlich zum wesentlichen Inhalt einer Kultur  (iPod, iPod,  und nochmals iPod). Deswegen seien die „Wahrheitsbegriffe  jeweils sehr eng mit  den Perspektiven bestimmter Ausdrucksformen verknüpft“. Damit  lehnt er sich eng  an Marshall McLuhans “Das Medium ist  die Botschaft” an.</p>
<p>In diesem Kontext stehen auch die  Segnungen der Markenmultis und des Designs,  hier vor allem des industriell gefertigten Designs, das eigentlich in  der Lage sein soll- te, die Gegenstände des täglichen Gebrauchs kulturell zu “erhöhen” und  damit die  Partizipation aller Bevölkerungsschichten an der Kultur zu ermöglichen  (wie z. B.  noch das Bauhaus in den 20er Jahren). Nicht von ungefähr ist heute alles  Design,  was in irgendeiner Weise gefertigt wird, ob Hair-Design, Schmuck- oder  Fingernagel-Design, Grafik- oder Foto-Design, Möbel- oder Mode-Design,  vom Food-Design  ganz zu schweigen. Und ebenso wenig ist es Zufall, dass sich vor allem  Jugendliche  über Marken definieren und artikulieren, ja ihre ganze Identität aus der  Markenkultur beziehen.</p>
<p>Zwischen der Leitkultur einer bürgerlich  kanonisierten Gesellschaft und den subkulturellen Lebensformen einer  zunehmend durch Massenmedien geprägten Jugend  liegen Welten. Dem Integrationsmodell durch Leitbilder wie Leistung,  Höflichkeit  und Toleranz steht die Integration durch Einbeziehung aller auch noch so  trivialen  kulturellen Auswüchse &#8211; und damit aller Mitglieder der Gesellschaft &#8211;  entgegen. Wie  aber schafft man es, “Rappern” oder “Gamern” die Schönheit einer  Klaviersonate  von Schumann beizubringen?</p>
<p><a title="Medienkompetenz Teil IV" href="http://hypercommerce.de/medienkompetenz-teil-4/">Medienkompetenz Teil IV – Die visuelle Rhetorik des Bildes / audio-visuelle Bildung</a></p>
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